Fette und Öle

Viele Menschen verbinden direkt etwas Schlechtes mit dem Wort „Fette“. Fett macht nicht „fett“ und ist nicht zwangsläufig ungesund. Die verschiedenen Fettsäuren sind
sehr wichtig und gesund für die normale Funktion des menschlichen Organismus.

Fette werden auch Lipide genannt und liefern im Gegensatz zu Proteinen und Kohlenhydraten einen Brennwert von 9,3 kcal pro Gramm – das ist im Vergleich zu den anderen Makronährstoffen mehr als doppelt so viel!

Fettsäuren können je nach Aufbau gesättigt, einfach ungesättigt oder mehrfach ungesättigt sein. Um diese Bezeichnungen zu verstehen, hilft die Vorstellung von ihrem chemischen Aufbau. Gesättigte Fettsäuren besitzen an allen Kohlenstoffatomen ein Wasserstoffatom und sind also mit Wasserstoff „gesättigt“. Sie haben eine stabile Struktur und sind hitzebeständiger als die anderen Fettsäuren. Je gesättigter Fette sind, desto fester ist ihre Form.

Ungesättigte Fettsäuren besitzen weniger Wasserstoffatome und sind dadurch instabiler und flüssiger. Man unterscheidet hier zwischen einfach ungesättigten Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren stärken unser Immunsystem und sind hauptsächlich in pflanzlichen und gesunden Lebensmitteln wie Mandeln, Avocados und Oliven zu  finden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können wir nicht selbst herstellen. Deswegen sind sie lebensnotwendig und müssen über die Nahrung zugeführt werden. Sie sind der Baustoff für unsere Zellwände, bilden Immunstoffe und lassen sich in Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren unterteilen. Eine große Rolle spielt dabei vor allem das Verhältnis und die ausgewogene Einnahme der beiden Fettsäuren, die bei höchstens 5:1 von Omega-6- zu Omega-3 liegen sollte. Zu viele Omega-6-Fettsäuren können zu Blutgerinnseln und Entzündungsprozessen führen, wohingegen Omega-3-Fettsäuren davor schützen und Herzerkrankungen sowie
Thrombosen entgegenwirken.

In der kalten Küche verwende ich gerne Olivenöl, da es viele Antioxidanzien enthält und Leinöl, als wichtige Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Leinöl könnt ihr zum Beispiel auch super in einen Smoothie dazugeben oder einen Löffel über euren Porridge geben! Zum Braten, Kochen und Backen eignet sich Kokosöl sehr gut, da es einen sehr hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren hat. Avocadoöl kann ebenfalls stark erhitzt werden. Sonnenblumenöl findet man in meiner Küche eher weniger, da es einen sehr hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren hat.